21. November 2017
Kategorie: Familie & Leben

Rauchmelder: Sie können Leben retten

Jährlich kommen in Deutschland zwischen 300 und 400 Menschen durch Feuer, Flammen und Rauch ums Leben. Mittlerweile gilt in allen Bundesländern eine Rauchmelderpflicht. Dies gilt für Neu- und Umbauten, aber auch für Bestandsimmobilien. Die Details regeln die jeweiligen Landesbauordnungen.

Bei Neu- und Umbauten ist der Eigentümer in der Pflicht, in bestimmten Räumen Rauchmelder einzubauen. Dabei ist es egal, ob er die Immobilie selbst nutzt oder sie vermietet. Doch mit dem Einbau allein ist es nicht getan: Die Rauchmelder müssen einmal im Jahr überprüft werden.

Übergangsfristen zum Nachrüsten laufen aus

Auch bei Bestandsimmobilien gibt es in den allermeisten Bundesländern eine Pflicht zum Nachrüsten. Je nach Bundesland gelten hier verschiedene Übergangsfristen: Für Bayern läuft die Pflicht zur Nachrüstung Ende 2017 ab, Thüringen folgt Ende 2018, Berlin und Brandenburg Ende 2020. In allen anderen Bundesländern sind die Fristen bereits abgelaufen, lediglich in Sachsen gibt es bisher keine Nachrüstpflicht.

Besonders nachts lauert die Gefahr

Nachts sind Brände besonders gefährlich: Viele Opfer nehmen die gefährlichen Rauchgase nicht wahr und werden im Schlaf bewusstlos. Daher sind in den meisten Bundesländern Rauchwarnmeldern in Schlafräumen und Kinderzimmern sowie Fluren, die zu den Aufenthaltsräumen führen oder als Fluchtwege dienen, vorgeschrieben.

Bei der Wahl des Rauchmelders sollte man auf Qualität achten. Das Siegel „Q“ steht für geprüfte Qualität. Rauchmelder mit diesem Zeichen haben eine fest verbaute Batterie, die mindestens 10 Jahre hält. Eine Liste mit Q-zertifizierten Rauchmeldern finden Sie hier.

Fazit: Rauchmelder können Leben retten. Daher sollte jeder die entsprechende Vorsorge treffen. Eine genaue Übersicht, welche Räume in welchen Bundesländern mit Rauchmeldern ausgestattet werden müssen, gibt es hier.

HUK-Infobox:

Falls es zum Brand gekommen ist, können Rauchmelder helfen, Schlimmeres zu verhindern. Vor den finanziellen Folgen schützen eine Hausratversicherung und eine Wohngebäudeversicherung.

Eva-Maria Sahm

Unternehmenskommunikation

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