14. Juni 2017
Kommentare: 0
Kategorie: Unterwegs

Motorradhelme: Sicherheitshalber rechtzeitig erneuern 

Motorradhelme altern. Im Laufe der Zeit lassen die Witterungseinflüsse das Material, aus dem die Schutzhelme hergestellt sind, leiden. Damit nimmt dann auch die Schutzwirkung der Helme ab. Deshalb raten Experten, einen Motorradhelm bei regelmäßiger Verwendung nach einem Zeitraum von fünf Jahren auszutauschen. Worauf sollte man sonst noch achten?

Der Motorradhelm ist wichtiger Bestandteil der Schutzausrüstung von Motorradfahrern. Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber 1976 die Helmpflicht für Motorradfahrer eingeführt. Die besagt laut StVO, dass die Fahrer von Krafträdern oder offenen drei- oder mehrrädrigen Kraftfahrzeugen mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von über 20 km/h während der Fahrt einen „geeigneten“ Schutzhelm zu tragen haben. Das gilt genauso für die Mitfahrer.

In den europäischen Nachbarländern ist es ebenfalls untersagt, ohne einen zugelassenen Schutzhelm mit dem Motorrad unterwegs zu sein. Dabei gibt es allerdings Unterschiede im Detail, die man sich als Biker vor einer Fahrt ins Ausland anschauen sollte.

Motorradhelm - auf die Norm kommt es an

Als „geeignet“ sieht der deutsche Gesetzgeber grundsätzlich Schutzhelme an, die nach der ECE-Norm-22-05 (Economic Comission of Europe) gebaut, geprüft, genehmigt und mit dem entsprechenden Genehmigungssignet gekennzeichnet sind. Allerdings sind hierzulande inzwischen auch andere Prüfzeichen zulässig. Die ECE-Norm gilt dagegen für die gesamte EU.

Besonders streng wird übrigens die Einhaltung der Helmvorschriften in Italien kontrolliert: Bei Verstößen dagegen droht ein saftiges Bußgeld von bis zu 300 Euro und im schlechtesten Fall die Beschlagnahmung des Motorrades für 60 Tage. Für die entstehenden Kosten hat dann der Biker aufzukommen.

Auch Motorradhelm hat Ablaufdatum

Eigentlich sollte es jedoch im Interesse eines jeden Motorradfahrers – oder Beifahrers – liegen, nur mit einem funktionstüchtigen Helm auf Tour zu gehen. Der Schutzhelm ist die elementare Risikovorsorge beim Biken. Das belegen Statistiken sehr nachdrücklich: Bei rund 40 Prozent der Motorradunfälle droht dem Fahrer ein Schädel-Hirn-Trauma. Der Helm hat eine wichtige Schutzaufgabe und kann Leben retten.

Um diese Schutzaufgabe ohne Einschränkung erfüllen zu können, darf der Motorradhelm allerdings nicht zu alt sein. Nach einer bestimmten Zeit sollte er erneuert werden. Als Faustregel gilt: Alle fünf bis sechs Jahre ist der Kauf eines neuen Helms mehr als ratsam. Nach einem überstandenen Sturz oder Unfall sollte man sich ohnehin sicherheitshalber nach einem neuen Helm umschauen. Denn die Materialstruktur der Außenschale kann im schlechtesten Fall schon beeinträchtigt werden, wenn der Helm von einem Möbelstück herunterfällt. Die Risse, die dabei gegebenenfalls entstehen, sind häufig mit dem bloßen Auge nicht sichtbar, können aber die Schutzwirkung des Helms erheblich beeinträchtigen.

Motorradhelm ausgiebig testen

Bei der Auswahl der neuen „Kopfbekleidung“ hat der Biker inzwischen die Qual der Wahl, so reichhaltig ist das Angebot an zugelassenen Motorradhelmen. Der Vorteil neuerer Helme besteht häufig in einem geringeren Gewicht. Grundsätzlich sollte man sich beim Kauf eines Motorradhelms Zeit lassen und ihn in aller Ruhe anprobieren.

Ratsam ist es, die infrage kommenden Helme im Geschäft jeweils wenigstens zehn Minuten lang auf dem Kopf zu behalten. Denn nur so lässt sich feststellen, ob sie korrekt und fest sitzen, ohne zu drücken. Noch besser ist eine Probefahrt, um zudem die Geräuschentwicklung des jeweiligen Helms und seine Aerodynamik unterwegs zu testen. Unabhängig davon gilt: Eine helle, kontrastreiche Farbgebung des Motorradhelms macht ihn auffälliger. Denn damit nimmt die Gefahr ab, als Motorradfahrer im Verkehr übersehen zu werden.

HUK-Infobox:

Sie suchen eine Versicherung für Ihr Motorrad? Informieren Sie sich über die günstigen Tarife der HUK-COBURG und der HUK24

Eva-Maria Sahm

Unternehmenskommunikation

Kommentare
Hinterlassen Sie einen Kommentar
Bitte geben Sie Ihren Namen an.
Bitte geben Sie einen Kommentar ein.
Vielen Dank, Ihr Kommentar wurde abgeschickt. Vor Veröffentlichung muss er zunächst freigegeben werden.
Achtung: Auf dem Blog veröffentlichen und bearbeiten wir keine Anfragen zu Vertrags- und Schadenangelegenheiten. Bitte senden Sie dafür eine Mail an info@huk-coburg.de oder info@huk24.de.
Fußzeile aufklappen