18. März 2016
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Kategorie: Wissen

Hochwasser, Teil 1: Wie entsteht Hochwasser 

2013 wie auch 2002 bangten tausende Menschen in Deutschland wegen Hochwasser um ihre Häuser und Städte. Zahlreiche Flüsse traten über die Ufer und es kam zu enormen Schäden. Die traurige Bilanz der Flut 2013: Mindestens 25 Tote und 180.000 versicherte Schäden in Höhe von fast zwei Milliarden Euro. Doch wie entsteht ein Hochwasser? Lesen Sie Teil 1 unser 3-teiligen Serie.

Natürliches Ereignis – von Menschen verstärkt

Fluten wird es immer wieder geben. Sie stellen eine Naturgefahr dar, deren Auswirkungen durch zunehmende Siedlungsdichte und Flussbegradigungen verstärkt werden können. Mittlerweile fehlen vielerorts auch Gebiete, in die das überschüssige Wasser geleitet werden kann. Von den ursprünglich verfügbaren Flächen sind gerade einmal zehn Prozent erhalten.

Doppelt so viel Regen wie vor 100 Jahren

Eine der Hauptursachen für Hochwasser ist Regen. Ungewöhnlich starke Niederschläge kommen in Deutschland heute doppelt so häufig vor wie vor 100 Jahren. Regnet es lange und ergiebig, nimmt der Boden immer weniger Flüssigkeit auf. Irgendwann ist er gesättigt und große Mengen fließen auf direktem Wege in Bäche und Flüsse. Die Hochwassergefahr steigt. Aber auch wenn es in sehr kurzer Zeit sehr viel regnet, dauert das Einsickern in den Boden zu lange, obwohl noch Speicher vorhanden wäre. So können kurze heftige Starkregen ebenfalls Fluten auslösen.

Jährlich ein bis zwei Hochwasser

Fluten können in unseren Breiten zu allen Jahreszeiten auftreten. Statistisch betrachtet führt der Rhein jährlich 1,5-, die Elbe 1,7-, die Oder 2- und die Donau 3-mal Hochwasser. Wissenschaftler unterscheiden zwischen Sommer- und Winterhochwassern. Das Sommerhochwasser kann nach sommerlichen Starkregen auftreten. In kurzer Zeit steigt das Wasser an und fließt mit hohen Mengen ab. Für das so genannte Winterhochwasser ist kennzeichnend, dass Niederschläge und/oder Schneeschmelze große Abflussmengen verursachen und diese im Gegensatz zum Sommerhochwasser langsam ansteigen und abfallen.

5b-Wetterlagen

Die meteorologische Ursache für die Jahrhundertfluten 2002 und 2013 an der Elbe waren die sogenannte 5b-Wetterlagen. Hierbei weichen die Luftmassen von ihrer üblichen West-Ost-Richtung nach Süden ab. Sie erwärmen sich über dem Mittelmeer und laden sich stark mit Feuchtigkeit auf. Wenn sie beim Überqueren der Alpen Richtung Norden auf kältere Luftmassen stoßen, kühlen sie stark ab. So kommt es oft zu extremen Regenfällen in kurzer Zeit.

Autorin: Sabrina Schmidt

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