2. Juni 2015
Kategorie: Familie & Leben

Vermögenswirksame Leistungen: Kein Geld verschenken

Bis zu 40 Euro im Monat zahlen viele Arbeitgeber zusätzlich zum Bruttogehalt, wenn Arbeitnehmer in ein förderfähiges Produkt investieren. Doch bei fast allen Anlageformen gelten vermögenswirksame Leistungen als Gehaltsbestandteil. Sie werden also besteuert und mit Sozialversicherungsbeiträgen belastet. Mit einer Gehaltsumwandlung für eine betriebliche Altersvorsorge lässt sich das vermeiden.

Oft doppelte Sparraten

Die vermögenswirksamen Leistungen müssen in eine betriebliche Altersversorgung (bAV) investiert werden. Ist der Arbeitgeber informiert, steht einer Gehaltsumwandlung nichts mehr im Weg. Jetzt fließen die Leistungen für die bAV noch vor der Besteuerung direkt aus dem Bruttogehalt in eine Rentenversicherung mit Kapitalwahlrecht. Erst nach der Gehaltsumwandlung werden für das reduzierte Gehalt Steuern oder Sozialversicherungsbeiträge fällig. Gleichzeitig überweist der Arbeitgeber bei einer Gehaltsumwandlung die eingesparten Steuern und Sozialversicherungsbeiträge automatisch in die bAV. Dadurch verdoppeln sich oft die monatlichen Sparraten. In Zahlen: Auf einen Arbeitgeberanteil von 40 Euro für die bAV kommt circa die gleiche Summe noch einmal obendrauf. Wieviel unter dem Strich herauskommt, hängt unter anderem von der individuellen Steuerklasse und dem Einkommen ab.

Es geht sogar noch mehr

Es steht jedem Arbeitnehmer offen, seine individuellen Beiträge aufzustocken: Bis zu 242 Euro pro Monat bzw. 2.904 Euro pro Jahr können – ebenfalls steuer- und sozialversicherungsfrei – zusätzlich in die betriebliche Altersvorsorge fließen.

Arbeitgeber stocken auf

Die Form der Beitragszahlung hängt von den persönlichen Lebensumständen ab. Eine monatliche Zahlweise ist ebenso machbar wie eine Beitragsfinanzierung aus Urlaubs- oder Weihnachtsgeld. Selbst flexible Einzahlungen sind möglich. Manche Arbeitgeber stocken die freiwillig gezahlten Beiträge ihrer Arbeitnehmer noch mit Zuschüssen auf, schließlich sparen auch sie bei der Gehaltsumwandlung Sozialversicherungsbeiträge.

Rente oder Einmalzahlung

Erst wenn im Ruhestand die Rente fließt, fallen Steuern und Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung an. Zu dieser Zeit wird der individuelle Steuersatz wahrscheinlich deutlich unter dem liegen, den der Kunde während seines Arbeitslebens gezahlt hat. Und stellt sich nach Ablauf der Versicherung heraus, dass eine einmalige Kapitalzahlung besser in die Lebensplanung passt als eine lebenslange Rente, ist auch das kein Problem. Dann wird die vereinbarte Versicherungssumme inklusive der Überschüsse eben auf einen Schlag ausbezahlt. Die Auszahlung wird dem jährlichen Einkommen zugerechnet, für das man Steuern sowie Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge zahlen muss.

Autorin: Karin Benning

Unternehmenskommunikation

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