20. Mai 2015
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Kategorie: Wissen

Versicherungen in der Steuererklärung ansetzen – Teil 1

Sie rückt wieder näher, die Frist zur Abgabe der Steuererklärung. Stichtag für das Steuerjahr 2014 ist der 31. Mai 2015. Gezahlte Versicherungsbeiträge können dabei ein wichtiger Posten sein, der sich für die meisten Steuerzahler – je nach Progression – als Sonderausgabe steuerlastmindernd auswirkt. Worauf müssen Sie achten?

Die Steuererklärung richtig ausfüllen

Das Ausfüllen der Steuererklärung lässt sich durch ein spezielles Ablagesystem für Versicherungen erleichtern. Bei der Archivierung unterteilt man die Versicherungsbeiträge am besten in die folgenden drei Rubriken:

  • „Basisversorgung zur Altersvorsorge“ (z.B. Gesetzliche Rentenversicherung, Rürup-Verträge),
  • „Basis Kranken- und Pflegeversicherung“ (z.B. Gesetzliche/Private Krankenversicherung)
  • „Sonstige Vorsorgeaufwendungen“ (z.B. Arbeitslosenversicherung, Unfall- und Haftpflichtversicherung).

Die Aufwendungen für gesetzliche Pflichtversicherungen der Arbeitnehmer sind bereits auf der Jahressteuerbescheinigung des Arbeitgebers vermerkt. Sie übernimmt man deshalb lediglich in die Anlage „Vorsorgeaufwand“ (Gesamtbetrag). Dort werden die nach Rubriken geordneten Versicherungsbeiträge so den unterschiedlichen Zeilen zugeordnet:

  • Zeile 4-10: Basisversorgung zur Altersvorsorge
  • Zeile 12-45: Basis Kranken- und Pflegeversicherung
  • Zeile 46-58: Sonstige Vorsorgeaufwendungen

Freiwillige und zertifizierte Rentenversicherungen (Rürup) sind in Zeile 7 der Anlage Vorsorgeaufwendungen zu erfassen.

Außerdem zu beachten

Selbstständige, die in die gesetzliche Rentenversicherung beziehungsweise in berufsständische Versorgungseinrichtungen einzahlen müssen und keinen Arbeitgeberanteil haben, können die im Jahr 2014 vom Versicherer bestätigten Einzahlungen eintragen.

Riester-Verträge sind in der Anlage „Altersvorsorge“ zu vermerken. Die Daten sind der „Bescheinigung nach § 92 EStG“ zu entnehmen. Diese erhält man von seinem Versicherer.

Achtung: Sie müssen auch Daten, die direkt von der Versicherung an die zuständigen Finanzämter übermittelt wurden, auf beiden Anlagen eintragen.

Generell sollte man außerdem immer prüfen, ob bestimmte Versicherungen als Werbungskosten im Rahmen der beruflichen Tätigkeit (z.B. Berufshaftpflichtversicherung) in Abzug gebracht werden können.

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Gastautor: WP/StB Andreas Forster

Steuerberatung Forster & Partner

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